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Umbauung am Germaniahafen Kiel
Rahmenplanung Königstraße
Rahmenplanung Königstraße

Bauort Schleswig
Bauherr bauteilbezogen
Planung architekturbüro p. sindram in Zusammenarbeit mit FPB Berlin
Typologie Städtebauliche Rahmenplanung
Bruttogeschossfläche ca. 25.000 m²
Bruttorauminhalt ca. 80.000 m²
Baukosten 40.000.000 Euro
Zeitraum ab 03/2005

Die nördliche Begrenzung des Planungsgebietes bildet die Königsstraße, deren nördliche Bebauung aus verschiedenen Einkaufseinrichtungen besteht und eine diskontinuierliche, uneinheitliche Straßenflucht darstellt. Insgesamt entwickelt sich die stadtmorphologische Struktur in straßenbezogenen Nutzungsschichten von der Königsstraße hinauf nach Norden und erzeugt in Ost-West Richtung verlaufende Nutzungsbänder zwischen den Straßen, deren Profil auf Grund der Bebauung sehr unterschiedlich geschlossene Straßenräume ergibt. Den südlichen Abschluss des Planungsgebietes bilden der Vorflutgraben und ein markanter den Graben begleitender Waldstreifen. Südlich des Waldstreifens entfaltet sich der Landschaftsraum bis hinunter zur Schlei.

Die Nutzungskonzeption für das Planungsgebiet passt sich in die umgebende stadtmorphologische Struktur ein und ist prinzipiell in zwei Bereiche untergliedert. Nördlich des Wiesenweges soll sich eine Mischbaufläche mit Gewerbeansiedlungen erstrecken. Die Kopfbebauung als westlicher Abschluss der Mischgebietszone könnte eine Zwischennutzung repräsentativer Art im Rahmen der Landesgartenschau berücksichtigen. Eine langfristige Überführung dieser Gebäudeflächen zu Gunsten einer Büronutzung zur Anmietung ist aus Vermarktungssicht denkbar. Südlich des Wiesenweges sind vom Hauptstraßenverkehr gut abgeschirmte Bebauungsflächen für Wohnnutzungen vorgesehen. Dabei soll hochwertiger Wohnungsbau »städtischen« Charakters entstehen.

Die nördlichen Baufluchten in der Mischgebietszone orientieren sich strikt am Verlauf der Königstrasse, wodurch dessen Raumprofil durch Ausbildung einer klaren städtebaulichen Raumkante gestärkt wird, die auch die heterogene Bebauung nördlich der Königstraße zwischen ZOB und Getränkemarkt stadträumlich fasst und beruhigt. Das westliche Kopfgebäude an der Königstrasse verknüpft als städtebauliches Element den innerstädtischen Raumbezug zur Poststraße und definiert zugleich eine Torsituation bzw. den Eingangsbereich für das zukünftige Wohnquartier. Während die gewerbliche Bebauung nördlich des Wiesenweges eine kompakte Struktur entlang der Königstrasse bildet, liegt die südlich angrenzende Wohnbebauung von Norden geschützt am Grüngürtel entlang des von dichtem Baumbestand begleiteten Vorflutgrabens. Die Gebäudetypologie der Wohnbebauung thematisiert und variiert den Typus Stadtvilla und Stadthaus als offene Bauweise.

Die Besonderheit des Entwicklungsgebietes besteht in der Wechselwirkung mit der Landesgartenschau 2008, die in Teilbauflächen als Zwischennutzung aus einem landschaftsplanerischen Wettbewerb hervorgegangen ist. Die Rahmenplanung ist darauf eingerichtet, dass die Kernelemente aus der Landesgartenschaukonzeption bestehen bleiben können. Insofern wurde der Verlauf der innerstädtischen Haupterschließungsachse zwischen Poststraße und Königswiesen im Sinne eines nachhaltigen Bebauungskonzeptes festgelegt. Die Anbindung des Wohnquartiers erfolgt über einen Kreisverkehr. Der Stellplatzbedarf des ruhenden Verkehrs wird im Rahmen einer Anlage südlich der Brauerei und straßenbegleitend mit Vorbehalt für Anwohner realisiert, als Vorrausetzung für ein  qualitätsvolles und verkehrsberuhigtes Wohnquartier.

städtebauliche Rahmenplanung und Masterplan
Festlegung der stadtmorphologischen Struktur
Analyse der übergeordneten Wegebeziehungen